Death // Melvin Burgess

Bild vom Carlsen Verlag (Chickenhouse)
Softcover
352 Seiten
ISBN 978-3-551-52061-6
[D] 14.99€ | [A] 15.50€ | SFR 21.90

Klappentext

"Death ist Kult. Jeder spricht über die neue Droge. Wer sie nimmt, hat die beste Zeit seines Lebens. Den ultimativen Höhenflug. Den absoluten Kick. Es gibt keine Grenzen, alles ist möglich – eine Woche lang. Den achten Tag erlebt man nicht. Denn Death ist tödlich.
Soll Adam die kleine Pille schlucken? Sein Bruder ist tot, bei dem Mädchen, in das er verliebt ist, hat er keine Chance und seine Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig. Adam glaubt, dass er nichts zu verlieren hat. Und die beste Woche seines Lebens ist greifbar nah."

Meine Meinung

Man nimmt eine kleine Pille. Die Pille mit dem Totenkopf drauf. Und von dem Zeitpunkt an hat man die beste Woche seines Lebens. Eine Woche voller Energie, guter Laune, ohne Gefahren. Du kannst alles tun und es kann dir nicht mehr zum Verhängnis werden. Denn nach einer Woche stirbst du. Einfach so und du kannst es nicht rückgängig machen. Hast du die Pille geschluckt, bist du quasi schon tot.

Die Idee dieser Droge gefällt mir - bis auf die Sache mit dem Tod. Und als die Pille nach dem Tod des Superstars Jimmy Earle gratis auf der Straße verteilt wird, denken viele Menschen nicht daran, dass sie nur noch eine Woche leben werden. Einigen von ihnen geht es so schlecht, dass ihnen alles egal ist. Denn in England werden die Reichen immer reicher und für die normalen Menschen bleibt kaum etwas übrig. Viele sehen in der Droge also einen schönen Ausgang zu ihrem trostlosen Leben. So auch Adam. Er stammt aus ärmeren Verhältnissen, während seine Freundin Lizzie reiche Eltern hat. Ich hatte mir viel von diesem ungleichen Pärchen erhofft, doch durch einen Todesfall in Adams Familie ist der Junge so verzweifelt, dass er eine Pille schluckt.

Am Anfang fand ich das ungleiche Pärchen ganz süß. Adam ist ziemlich verliebt in Lizzie, sie ist sich da noch nicht so sicher, genießt aber dennoch die Zeit mit ihm. Doch schon nach kurzer Zeit haben mich die beiden genervt. Adam ist egoistisch, denkt nur an sich und nicht an seine Familie. Um seine letzte Woche zur besten Woche zu machen, die er jemals hatte, macht er sich auch keine Gedanken um Lizzie und ihre Gefühle. Es ist ihm alles egal. Vielleicht mag ich ihn wegen der Droge nicht, vielleicht ist er aber schon immer so gewesen.
Lizzie sollte sich mal Gedanken machen, was sie wirklich möchte. Sie ist mit Adam zusammen, dann ist er ihr peinlich. Dann hat sie Mitleid mit ihm und auf einmal hasst sie ihn wieder.

Im Großteil des Buches ging es natürlich um das junge Paar und wie sie mit der Situation klar kommen, dass Adam Death geschluckt hat. Es dreht sich im Buch viel um die Frage, was der Sinn des Lebens ist, und ob man sein Leben trotz seiner schwierigen Lage einfach wegschmeißen soll. Jedoch finde ich die Umsetzung, beziehungsweise die Beantwortung der Frage nicht so gut umgesetzt. Das Buch hat sich ab und zu wirklich in die Länge gezogen und das hat ziemlich gestört. Der Schreibstil an sich war super, man konnte es sehr schnell lesen, jedoch hat man doch so eine kleine Bremse gehabt, sobald man zu einer langezogenen Stelle kam. Das Buch hätte definitiv schneller und besser umgesetzt werden können.



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