Alice, wie Daniel sie sah // Sarah Butler

Bild vom Droemer/Knaur Verlag

Roman
320 Seiten
Quality Paperback
ISBN: 978-3-426-51409-2
14.99€

Klappentext

„Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E - Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt.“


Meine Meinung

Alice ist zurück in London, denn ihr Ziehvater liegt im Sterben. Die Junge Frau ist verwirrt, unsicher und traurig. Daniel ist Alice‘ Vater. Er lebt auf der Straße, denn er hat die Kontrolle über sein Leben verloren, nachdem Alice‘ Mutter erfuhr, dass sie schwanger ist und die Affäre mit Daniel beendet hat.

Mehr als 20 Jahre lang ist Daniel schon auf der Suche nach seiner Tochter. Er hat jedem Buchstaben im Alphabet einen Farbton zugewiesen und macht sich in der Stadt auf die Suche nach Dingen in den Farben von Alice‘ Namen. Irgendwann entdeckt er die Todesanzeige von Alice Ziehvater mit einer Adresse und einem Datum. Er beschließt, dass er sie nun endlich kennenlernen muss.

Es wird abwechselnd aus der Sicht von Vater und Tochter erzählt und jedes Kapitel beginnt mit 10 Fakten. Daniel ist mir sofort symphatisch gewesen, wobei ich finde, dass er durch die Trennung von Alice‘ Mutter einen kleinen Schaden davon getragen hat. Er benimmt sich nicht so, wie sich ein „normaler“ Mensch benehmen würde. Alice hingegen fand ich ein bisschen anstrengend. Sie ist eine verwirrte, unsichere Person die ihrem Exfreund hinterhertrauert und eigentlich gar keinen Bezug zu ihrer Familie hat. Sie ist eher eine Außenseiterin. Sie kann sich nicht entscheiden und weiß nicht, was sie will.

Die Idee der Geschichte ist sehr schön. Allerdings fand ich das Buch etwas lasch. Es hat sich teilweise sehr in die Länge gezogen, was gar nicht hätte sein müssen. Meiner Meinung nach hätte man die ganze Geschichte ein bisschen spannender gestalten können. So war sie leider sehr voraussehbar und langweilig. Auch das Ende hat mir gar nicht gefallen. Ich bin einfach enttäuscht, wie wenig Potenzial der Idee man genutzt hat. Dennoch ist es ein gutes Buch für Zwischendurch.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen

Vielen Dank an Lovelybooks und den Droemer/Knaur Verlag!

Kommentare:

  1. Klasse Beschreibung und Rezension. da habe ich direkt lust mir das auch zu holen :O

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  2. sehr gute Rezension, die Kurzbeschreibung hört sich gut aber nach deiner Meinung werde ich es mir nicht kaufen.

    Liebe Grüße
    http://herz-mensch.blogspot.de/

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  3. Hm, schade das die Idee nicht richtig umgesetzt wurde.
    Danke für deine Review!

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Kommentare